Johann MATHESIUS, bericht over de leer en de ceremoniën in de christelijke kerken van Joachimstal.
Johann Mathesius, “Ein kurtzer bericht von der Lehr und Ceremonien der Christlichen Kirchen in S. Joachimsthal,” in: Postilla das ist, Außlegung der Sontags und fürnemsten Fest Euangelien, uber das gantze jar (Nürnberg: J. vom Bergs Erben, 1567) Dit Bericht is acribisch getranscribeerd en gepubliceerd door Georg Loesche, “Die evangelischen Kirchenordnungen Oesterreichs: Die Kirchenordnung von Joachimsthal in Böhmen, 1551,” in het tijdschrift : JGPÖ 15 (1894) - in diverse afleveringen. Hieonder de passage over de ceremoniën (liturgie) en de school (p. 49-53)
Voor de leesbaarheid heb ik de spelling gemoderniseerd maar met behoud van de zinsbouw. Niet vertaald, maar met verduidelijkende opmerkingen in de tekst. Puntsgewijze toelichting en samenvatting onderaan.
Context:
In Joachimstal had men in de
Begindagen van de Hervormingsbeweging
ingezet op "Zuivering": Misbruiken werden verwijderd
(erafgeschild), Hierdoor
waren veel traditionele elementen weggevallen.
De focus lag op de breuk met het pausdom (men
moest/wilde zich onderscheiden)
In
1542 heeft de burgerlijke overheid
(de heren von Schlick) ingegrepen en een Restauratie doorgevoerd: Bewuste terugkeer naar
een 'hogere' liturgische orde
(Latijn) en toelating van
'volkse' gebruiken. Kunst en ceremonies
worden als onderwijsmiddel (pedagogie) voor het volk
geduid.
Mathesius, goede vriend en leerling van Luther, vindt dat prima.
Von den Zeremonien
Was alte und löbliche Zeremonien sein, hat man anfänglich in dieser Kirchen behalten. Von etlichen hat man den Missbrauch abgeschält, und da etliche gefallen, die hat man auf Bitte der Obrigkeit und Wissen und Willen dieser Gemeine, auf guten und zeitigen Rat großer und gelehrter Leute, und nach dem Exempel der wohlgeordneten Kirchen, vor acht Jahren — das ist im 1542. Jahr — wieder aufgerichtet (blijkbaar is er eerst een radicalere reformatie geweest, en wordt dit deels teruggedraaid op last van de overheid), um Glimpf und Einigkeit willen, und dass die Jugend und gemeiner Mann durch solche paedagogiam in Zucht erhalten, und der vornehmsten Artikel unseres Glaubens zu jeder Zeit desto bequemer erinnert würden. (o.a. Latijn in de liturgie? terug ingevoerd?)
Denn man hat zwo neue Kirchen aufgebaut, und schöne Tafeln von christlichen Gemälden aus der Schrift drein verordnet, und gutherzige Leute haben köstliche Tapeten mit evangelischen Historien machen lassen, damit an großen Festen Predigtstuhl, Taufstein und Altar gezieret worden. (paramenten, schilderijen/gravures van Dürer en altaarstuk van Cranach, opdrachtgevers: de heren von Schlick)
So hält man Festa Christi, Annunciationis und Purificationis Mariae, S. Johannis und der Apostel. An solchen Feiertagen werden die Schränke des Morgens fürgeschlagen (=luiken van de triptieken, retabels etc zijn gewoonlijk dicht, worden geopend), und die Leute enthalten sich ihrer Handarbeit und kommen häufig zu Kirchen, wie man denn alle Feiertage dreimal prediget, damit Kind und Gesinde zu [50] Mittag und Abend auch Gottes Wort hören könne. Man predigt auch am Wahltag, den Montag nach Quasimodogeniti, da jährlich neue Stadtregenten gewählt, da man aus Gottes Wort die Obrigkeit ihres Amtes erinnert und betet, Gott wolle das Regiment segnen und selbst Obrigkeit verordnen und erhalten.
Es ist auch die Orgel mit anderen Instrumenten in dieser Kirchen geblieben, und der Organist muss sich Buhllieder, Gassenhauer und anderer Leichtfertigkeit enthalten und gute Motetten, Psalmen und Kirchenchoral mit Fleiß schlagen, wie er sich denn deshalb zu jeder Zeit mit dem Cantor in guter Einigkeit vergleichet.
So findet man oftmals Figural, und solche Musiken helfen Ratspersonen, ehrliche Bürger, samt dem Schulmeister und seinen Magistris und Baccalaurien, auch bisweilen die Kirchendiener, da sie müßig sein, mit ihrer Gegenwart zieren und der Jugend commendieren.
Man singet auch viel guten alten und christlichen Choral, (= cantus planus) als sind Introiten, Kyrie, & in terra, Gradual, Sequenz, das Patrem, Sanctus und Agnus . Kollekten, Episteln, Evangelien, Präfation singet man an Festen lateinisch cum solennitate .
Zur Vesper singet man das Deus in adiutorium, Antiphonen, Psalmos, Respons, Hymnen de tempore, und ein Knabe lieset das Kapitel oder Evangelion. Danach singet man das Magnificat und Benedicamus, wie solche Vesper auch an Werktagen gesungen wird, und ein Diakon lieset die Kollekten.
Zu Weihnachten, Purificationis, Palmtag, Marterwoche, gutem Freitag, Ostern und Pfingsten singet man die alten Historien und Choral, und in der Metten lieset man die Historien dem jungen Volk, wie man die Fasten über die ganze Passion lieset und prediget.
Daneben singen die Laien ihre deutschen und christlichen Gesänge und kommen alle Feiertage, zumal im Sommer, wenn man zum ersten Mal läutet, viel Volks in der Kirchen zusammen, welches eine ganze Stunde schöne deutsche Psalmen singet, bis man das Amt anfängt und öffentliche Beicht spricht. (NB: dit wordt altijd geciteerd als verwijzend naar Bergreihen (=mijnwerkersliederen) Ik lees dat hier niet. wel: volkstaal congregational singing )
Es widerfechten auch die Prediger nicht, dass der Kustos und andere Kinder die Jesulein zu Weihnachten auf den Altar stellen und dass sie das Kindlein wiegen auf der Orgel und mit feinen [51] reinen Liedlein ; oder dass man gute Bilder in die Stühle machet und Bäume aufstecket und Gras streuet am Auffahrtstag; oder dass die Schüler ums neue Jahr und die Kinder ums Johannisfeuer singen. Denn was solche un gefährliche und unschädliche Kindergebräuche sein, lässet man in ihrem Wert bleiben.
An denen Tagen, so man nicht prediget und keine Kommunikanten vorhanden sein, singet der Cantor seinen Choral de tempore, und ein Kirchendiener singet die Kollekten und lieset ein Kapitel aus der Bibel nach der Ordnung mit einer kurzen Summa und tut gemeine Gebete für allerlei Anliegen und wider den Türken und alle Feinde der Christenheit.
Die Filialen, so in diese Pfarre gehören, halten sich gleichförmig in Lehr und Zeremonien mit dieser Kirchen und werden jährlich visitiert samt ihren Schulen. Die Verordnung der Predigtstunden befiehlt man der Obrigkeit nach Gelegenheit der Zeit, Gemeine und der Zuhörer.
Und man lehret, dass man politischen Ordnungen im Fleischessen, und wenn man verbietet, Bier und Weingast zu großen Festen zu setzen, um Zucht willen solle gehorsam sein. Desgleichen berichtet man die Leute mit gutem Glimpf und Bescheidenheit aus der Schrift, dass man um solcher ungefährlicher und äußerlicher Zeremonien, Chorrock, Messgewand und was sonst Kinderweisen sind, keinen Zank oder Unruhe anrichten solle.
Darum, weil solche Zeremonien (zie begin) zum Teil von Anfang dieses Thals im Brauch gewesen, zum Teil ohne Ärgernis, Notzwang, Beschwerung der Gewissen, vorlängst mit zeitigem Rat und Wissen und Willen der Obrigkeit und gemeiner Bewilligung sind angenommen und nicht als nötiger Gottesdienst der Kirchen von den Kirchendienern eingedrungen; sonderlich dass es alles ordentlich und mit den benachbarten Kirchen gleichförmig gehalten würde, ist diese Kirch und Gemeine zu Ruhe und Frieden über diesem allem und danket der meiste Teil dem lieben Gott und der G. Obrigkeit und allen, die hierzu raten und helfen, dass man die reine Lehre von der christlichen Buße, Glauben, Lieb, guten Werken, heiligem Kreuze und den seligen Brauch der Sakramente und rechten und heiligen Gottesdienst ohne jemands Hinderung und Einrede mit gutem Gewissen in Fried und Einigkeit haben und durch diese Bescheidenheit von den Gnaden Gottes behalten könne.
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Von Schulen
Man hat hier auch eine sehr wohl angerichtete Schule, mit guten und fleißigen Leuten versehen, welche ein Rat neben dem Pastor bestellet und visitieret. Darin lehret man vor allen Dingen den Katechismus und gewöhnet die Kinder von Jugend auf zum Gebete und Gottseligkeit. Denn man singet und betet alle Morgen und lieset ein Kapitel aus der Biblia, und wenn man die Kinder heimlässet, hält man aber gemeine Litanias für alle Stände und um gemeinen Frieden, Erhaltung der Kirchen und Gedeihen des Bergwerks und dass Gott seinen Segen zur Schule und Kinderzucht aus Gnaden geben wolle.
Am Mittwoch verhöret man die kleinen Kindlein, wie sie ihr Gebete können, und man leget ihnen die Kinderlehre aus. Dergleichen geschieht es am Sonnabend, an welchem Tage man ihnen den Evangelisten S. Lucam ausleget und die griechischen Evangelien exponiret und das Examen Theologicum neben dem Katechismus fleißig treibet.
An Feiertagen (weil die Kirche groß ist) exponiren und erklären die Baccalaurien den kleinen Knaben das Evangelion in der Schulen unter der Predigt, und man schreibet ihnen für kleine Summarien aus den Evangelien, welche sie müssen auswendig lernen. Die erwachsenen Knaben schreiben die Predigt nach in der Kirchen, und ein jeder muss etwas aus der Predigt behalten und nachsagen.
Zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten handelt man acht Tage die Historien derselben Feste und einen schönen Hymnum ex Prudentio de tempore oder ein anderes Carmen unserer Herren Preceptoren . Wie man auch jährlich die Knaben zweimal examiniert, und so sie ihren Katechismus und was ihnen sonst wird fürgegeben fleißig studiert haben, versetzet man sie in andere Classes in Beisammensein der Obrigkeit und Kirchendiener.
Danach lehret man die Knaben Latein, und da sie ihre Elementa gelernt, gibt man ihnen auch die griechische Sprache für. Man überschüttet auch die Kinder nicht mit vielen und großen Lektionen oder schweren Büchern, sondern man lieset und repetieret mit großem Fleiß nach Gelegenheit einer jeden Klassen den [53] Donat, die Grammaticam, Catonem, Fabulas Esopi, die kleinen und großen Episteln Ciceronis, Terentium, Virgilium, Copiam Erasmi, Catechismum Camerarij .
Man befleißiget sich auch, dass man die Lectiones deutlich verdeutsche und die Kinder an gute und gebräuchliche deutsche Wörter gewöhne. Darum lässt man auch die Kinder oft die Lektionen in andere Sprachen vertiren . Dazu so dekliniert und konstruiert man fleißig alle Tage und lässet die Knaben Formeln aus ihren Lektionen ausschreiben. Den großen Knaben lieset man auf etliche Stunden die Dialecticam, eine Orationem Ciceronis und einen Authorem Graecum .
Man gewöhnet auch die kleinen Knaben, dass sie fein und rein schreiben lernen und die rerum vocabula auswendig lernen, und dass die Großen Latein reden und wöchentlich Episteln und Verse machen, welche mit gutem Fleiß korrigiert werden. Und weil gewachsene Schüler von 18 und 20 Jahren in dieser Ratsschule sein, deklamirt man bisweilen und lässet Historien rezitieren. Und man spielet züchtige lateinische und griechische Komödien oder Dialogos mit deutschen Argumenten.
Man vermahnet auch die Kinder oftmals und in allen Lektionen, zumal wenn man neben der Grammatica locos communes de moribus handelt, zu guten Sitten, Zucht, Ehrbarkeit und Gehorsam, und dass sie also im Namen Gottes studieren, dass sie der Jahre eines dasselbige zu brauchen und den Leuten damit nützlich dienen können. Denn viele studieren und wissen nicht, wozu es ihnen und anderen dienen solle.
Man warnt auch die Kinder treulich vor bösen Büchern, Schandliedern, Schriften und Gemälden, und dass sie in ihrem Schreiben und Versen niemand schänden und antasten, sondern Ehr, Tugend und gute Leute, neben denen von der Obrigkeit, Lehrer, Jungfrauen und Frauen rühmen und preisen und jedermann in Demut und Gehorsam sein gebührlich Ehr und Reverenz mitteilen.
Man treibet auch alle Tage neben anderen freien Künsten beide Musiken ( theoretie en praxis) bei den großen und kleinen Knaben, dass die Kinder die alten Choral lernen, und im Übersingen exponiert man ihnen die Texte und weiset ihnen, wie sie aus der Heiligen Schrift genommen oder welche Artikel des Glaubens durch solche Zeugnisse der Kirchen erkläret und bestätiget werden. [54]
Wenn fromme Schüler mit guten Zeugnissen hierher kommen, nimmt man sie auf und hilft ihnen, dass sie Herberge haben, und man lässet sie nach Brot gehen, doch dass sie die lateinischen Responsoria de tempore und am Freitage das Tenebrae singen. Und weil man gemeiniglich den Schülern, so in Versammlung fein ordentlich und züchtig herumsingen, Pfennige gibt, ist einer vom Schulmeister dazu bestellt, der solch Geld am Freitag und Sonntag einnehme; (deftige vorm van Currende-singen) das wird ihnen in der Schule nach Gelegenheit eines jeden Fleiß und Notdurft treulich durch den Schulmeister ausgeteilte.
Wenn Knaben etliche Jahre fleißig studieren und in Zucht, Gehorsam und Demut aufwachsen, so hilft man ihnen durch gemeine milde Hand, dazu die Leute durch die Prädikanten vermahnet, dass sie ferner verschickt werden, mit der Bedingung, dass sie sich wieder mit der Zeit zu Schul- und Kirchendiensten gebrauchen lassen (zo verspreidt zich ook de liturgische stijl en kunst); wie, Gott Lob, nicht alleine diese Schule und Pfarre, sondern auch viele fremde Orte mit denen Leuten bestellt sein, die allhier geboren und erzogen sind, welches Friede und Freundlichkeit zwischen den Kirchen- und Schuldienern und zum Gehorsam und Willfährigkeit gegen dieser Gemeine sehr förderlich und nützlich ist.
Es ist auch durch gemeine milde Hand ehrbarer und christlicher Bürger und emsige Commendation und Anhaltung der Kirchendiener eine schöne Liberei aufgerichtet, darin auch bereit eine gute Zahl deutscher, lateinischer, griechischer und hebräischer Bücher in freien Künsten und der Heiligen Schrift, und etliche der vornehmsten aus den Patribus und christlichen Lehrern verordnet sein, neben schönen mappis und globis, zu welcher Liberei ein ehrsamer Rat, die von der Kirchen und der Schulmeister die Schlüssel haben. Man lässet auch die gewachsenen Knaben zu gelegener Zeit in die Liberei gehen, damit sie gute Bücher kennen und sich drinnen umsehen lernen.
Es Es holet auch der Schulmeister mit seinen Kollegen und der ganzen Schule jährlich im Sommer neue Schüler, an welchem Schulfest man zuvor in der Kirchen zusammenkommt, predigt und betet für Schulen und Schüler, damit Kinder und Eltern desto mehr von Schulen halten lernen.
Man lässet hier auch keine Winkelschule zu (privé-onderwijs); da aber jemand deutsche oder Rechenschule halten wollte, muss es mit Vorwissen [55] eines ehrbaren Rats geschehen, mit der Bedingung, dass sie die Kinder zum Gebete und Zucht halten und sie zur Kinderlehre im Sommer führen, und dass sie ihren Schülern einbinden, dass sie niemand Unbekanntem Briefe machen. Die Schulmeisterinnen führen ihre Schuljungfräulein zur Kinderlehre und lassen sie verhören, was sie gelernt haben.
1. Muziek in de
Kerkdienst (Liturgie)
Muziek wordt
beschouwd als een essentieel onderdeel van de eredienst, waarbij een
strikt onderscheid wordt gemaakt tussen gewijde en wereldse muziek:
2. Muziek in
het Onderwijs
Muziek is een
kernvak in de school en dient als dagelijks ritueel:
3. Sociale en
Traditionele aspecten
Zang is ook
verbonden aan sociale zorg en volksgebruiken:
4. Bestuur en
Discipline
De muziek dient
ook de orde in de stad. Zo wordt er op de dag van de stadsraadverkiezing
specifiek gepreekt en gezongen om de overheid aan haar plichten te
herinneren. Ook de zogenaamde "bijscholen" (particuliere scholen) moeten
toezien op de zang en het gebed van hun leerlingen.